Bonn

Zahlen in Kürze
Bonn ist heute eine Stadt mit mehr als 330.000 Einwohnerinnen und Einwohnern und sogar – und das ist sehr selten in den größeren deutschen Städten – mit einem Geburtenüberschuss.
Knapp 1,6 Millionen Übernachtungen pro Jahr verzeichnet das Hotelgewerbe.
Die Arbeitslosigkeit liegt bei unter sieben Prozent.

Kultur
Als Geburtsstadt Ludwig van Beethovens setzt Bonn ganz stark auf Musik. Das jährliche Beethovenfest wirbt für den Komponisten. Die Vorbereitungen auf den 250. Geburtstag Beethovens im Jahr 2020, der von Dezember 2019 bis Dezember 2020 gefeiert wird, laufen. Dann begeht die Stadt – und mit ihr die ganze Welt – dieses Jubiläum. Mit den Häusern der Museumsmeile gibt es große Publikumsmagneten: Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Kunstmuseum Bonn, Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Museum Alexander Koenig und Deutsches Museum Bonn ziehen jährlich ein Millionenpublikum an. Darüber hinaus verfügt die Stadt Bonn über eine lebendige und starke Kulturszene in allen Sparten.

Bundesstadt
Sechs der 14 Bundesministerien haben ihren ersten Dienstsitz am Rhein. Sie entsprechen den im Berlin/Bonn-Gesetz festgelegten fünf Politikbereichen. Bildung und Wissenschaft, Kultur, Forschung und Technologie, Telekommunikation; Umwelt und Gesundheit; Ernährung, Landwirtschaft und Forsten; Entwicklungspolitik; Verteidigung. Über 20 Bundesbehörden, darunter das Bundeskartellamt und der Bundesrechnungshof, sind aus Berlin und Frankfurt nach Bonn gezogen und haben damit zum Teil den Verlust an ministeriellen Arbeitsplätzen ausgeglichen. Damit ist Bonn zweites politisches Zentrum in der stark föderal ausgeprägten Bundesrepublik, was durch den aus der Schweiz übernommenen Begriff Bundesstadt zum Ausdruck kommt.

Wirtschaftsstandort
Dienstleistung steht im Bonner Wirtschaftsgefüge an erster Stelle. Große, weltweit tätige Unternehmen haben sich entschieden, ihre Zentrale in Bonn einzurichten, darunter die Deutsche Post DHL Group und die Deutsche Telekom mit etlichen Tochterfirmen. Gemessen am Börsenwert der Unternehmen steht Bonn damit an zweiter Stelle in der Bundesrepublik. Allein die IT-Branche beschäftigt in Bonn circa 10.000 Menschen in großen und vielen mittelständischen Unternehmen und macht die Stadt damit zur Nummer 4 unter den deutschen IT-Standorten

Internationales Bonn/deutsche UNO-Stadt
Der Gedanke, Bonn zum Zentrum für internationale Zusammenarbeit auszubauen, ist schon im Bundestagsbeschluss von 1991 vorhanden. Zahlreiche international arbeitende Organisationen konnten seitdem in die Stadt geholt werden und bilden gemeinsam mit rund 150 Nichtregierungsorganisationen ein starkes Netzwerk. Der sicher größte Erfolg auf internationalem Gebiet ist die Ansiedlung von inzwischen fast 20 Einrichtungen der Vereinten Nationen, darunter das Welt-Klimasekretariat (UNFCCC). Schwerpunkte der internationalen Aktivitäten sind die Entwicklungszusammenarbeit, Umweltfragen und Katastrophenvorsorge. Das gemeinsame Motto heißt „UN Bonn – Shaping a Sustainable Future (UNO in Bonn – Nachhaltigkeit gestalten)“.
Kern des internationalen Bonn ist seit Sommer 2006 der UN Campus neben dem World Conference Center Bonn, das um eine weitere große Tagungshalle ergänzt wurde. In das ehemalige Abgeordnetenhochhaus sind UNO-Einrichtungen eingezogen.
Schon in der Vergangenheit konnte Bonn immer wieder zeigen, dass es als Kongressort auch für große Tagungen geeignet ist. Beispiele sind zwei Weltklimagipfel, die Süßwasserkonferenz, die Afghanistan-Konferenzen, die Internationale Konferenz für
erneuerbare Energien und 2008 die UNO-Vertragsstaatenkonferenz für biologische Artenvielfalt. Im November 2017 fand in Bonn die Weltklimakonferenz (COP23) statt. Es war die bislang größte internationale Konferenz in Deutschland. Rund 22.000 Menschen aus mehr als 190 Ländern – 11.111 Delegierte, 1300 Journalisten und 9500 Beobachter – nahmen teil.
Seit 2003 die Deutsche Welle nach Bonn gezogen ist, wird das internationale Bild Bonns auch weltweit verbreitet.